Aktuelle Veranstaltungen


Oktober Fr, 25.

SPIELART FESTIVAL: Faustin Linyekul - Banataba

© SPIELART

Der Tänzer, Choreograf und Storyteller Faustin Linyekula sagt, dass Gegenstände ihn nie interessiert haben. Dennoch ist es ein Gegenstand, der ihn bewegt, mit seiner Mutter und seinem Onkel die beschwerliche Reise in das Dorf seiner Vorfahren anzutreten – eine Skulptur, gefunden in den Lagerräumen des Metropolitan Museums. In New York scheint sie es nicht wert, ausgestellt zu werden. In den Lengola-Dörfern aus denen sie stammt, stünde sie wohl auf dem Dorfplatz, ungeschützt, doch im Gegenzug für alle Bewohner*innen zugänglich. Indem er einen lokalen Künstler beauftragt, eine Kopie der Statue anzufertigen, transportiert Linyekula sie symbolisch zurück an ihren Ursprungsort und reflektiert auf das Unrecht des kolonialen Kunstraubes. In der Tanzperformance, die aus dieser Reise entstand, stellen er und die Tänzerin Moya Michael sich Fragen zum Zusammenhang von lokaler Kunstgeschichte und kollektiver Identität. Wenn Masken und Statuen die Archive kongolesischer Dörfer sind, wie können ihre Communities in Kontakt zu ihrer geplünderten Vergangenheit bleiben? Was bleibt übrig von den Geschichten, die den Objekten innewohnen, wenn sie ihrem Entstehungsort entrissen werden?
 

Faustin Linyekula zeigt bei SPIELART 2019 zwei Arbeiten. CONGO ist am 5. und 6.11. zu sehen.

 

Zeit: 25.10.2019, 18:00 – 19:00 Uhr

Ort: Haus der Kunst München

Tickets: € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

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Oktober DI, 29 & Mi, 30.

SPIELART: Jeremy Nedd & Impilo Mapantsula - The Ecstatic

© SPIELART

In Südafrikas Townships entstand während der Apartheits-Zeit die energiegeladene Tanzform des Pantsula. Um die extrem schnellen und virtuosen Schrittfolgen herum bildete sich bald eine neue Subkultur. Ihre Codes zeigen sich auch heute anhand von Kleidung, Sprache, Musik und einer ganz speziellen Lebensphilosophie. In THE ECSTATIC lassen Jeremy Nedd und Impilo Mapantsula den Pantsula auf eine andere Tanztradition treffen – den Praise Break. Er stammt aus dem kirchlichen Kontext der Pentecostalbewegung (Pfingstbewegung). Bei diesen Gottesdiensten verschmelzen Tanzbewegung, Stimme und Klang auf überschwängliche Weise. Die Teilnehmenden machen die Erfahrung einer wahrhaften Ekstase. Was aber passiert beim Zusammentreffen der beiden Tanzstile? Jeremy Nedd und Impilo Mapantsula rücken in THE ECSTATIC den „Break“ in den Fokus. Er wird wörtlich verstanden – als eine Unterbrechung. Auf der Bühne scheint die Zeit beinahe still zu stehen, während die sechs Tänzer in einer präzisen Bewegungsstudie dem Moment ekstatischen Erlebens sowie einem Aufgehen in der Gemeinschaft nachspüren.

 

Zeit: 29.10. 20:30 – 21:30 Uhr & 30.10. 19:00 – 20:00 Uhr
Künstler*innengespräch nach der Vorstellung am 30.10. 2019

Ort: Münchner Kammerspiele Kammer 2

Eintritt: € 19,00 | Ermäßigt € 6,00

 

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November  SA, 2.

Rosalie Wanka: Becoming

© Rosalie Wanka

Wie wird der Mensch ein sozialisiertes Wesen? In ihrer fesselnden Performance »Becoming« nähern sich Rosalie Wanka und Cecila Loffredo dieser zentralen Frage der Menschheit und verweben dabei Tanz mit Musik.
Die Haut ist das faszinierendste Organ des Menschen. Sie ist eine Landkarte, in der sich Erinnerungen, Entwicklungen und Erfahrungen einschreiben. Die Tänzerinnen Rosalie Wanka und Cecilia Loffredo erforschen in ihrer Performance diese Landkarte und zeichnen so die Entwicklung des Individuums zum sozialisierten Wesen in all seiner Komplexität nach.

 

Zeit: SA 02.11.2019, 19:00 Uhr

Ort: Lichthof der LMU (Geschwister-Scholl-Platz 1)

Tickets: 14,- €, ermäßigt 7,- €  via München-Ticket und vom 28. - 31. Oktober jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr im Lichthof der LMU (Geschwister-Scholl-Platz 1)

 

 

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November  Do, 14. - Sa, 16.

Moritz Ostruschnjak - AUTOPLAY (UA)

© Moritz Stumm

Ein Tanz-Mashup, ein Bastard-Pop aus 1000 Diebstählen: In AUTOPLAY wird die copy & paste Taste zum Leitmotiv. Jede Bewegung, jeder Ton, jedes Bild ist ein „objet trouvé“ aus dem World Wide Web. Von zeitgenössischer Choreografie bis zum Harlem Shake, vom Videogame Fortnite bis zur Shampoo-Werbung, vom Selfie-Style auf Istagram bis zur global vermarkteten Pose von Michelangelos David – alles wird neu kombiniert, reorganisiert und gemixt. Mit AUTOPLAY schickt Moritz Ostruschnjak das Publikum in einen Raum aus Hyperlinks, die zum Bild des (digitalen) Daseins im 21. Jahrhundert verschmelzen – Utopie und Konsumterror, Subkultur und Populismus sind dabei immer nur einen Klick voneinander entfernt.

 

Uraufführung: 14. November 2019, 20:30
Weitere Vorstellungen: 15. und 16. November 2019, jeweils 20:30
Ort: schwere reiter, Dachauerstr. 114, 80636 München
Tickets: 17,- / 10,- erm. / Reservierung: www.schwerereiter.de

 

Choreografie: Moritz Ostruschnjak in Zusammenarbeit mit Daniela Bendini
und den Tänzer_innen
Tanz: Annamaria Ajmone, Daniel Conant, Cristian Cucco, Antoine Roux-Briffaud
Video: Moritz Stumm
Music mixing & editing: Jonas Friedlich
Dramaturgie: Armin Kerber
Kostüm: Daniela Bendini, Renate Ostruschnjak
Tontechnik: Paolo Mariangeli
Produktionsleitung: Hannah Melder
Pressearbeit: Simone Lutz


Eine Veranstaltung von Moritz Ostruschnjak. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und durch den BLZT, Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz, aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Realisiert durch eine Residency des Theater Freiburg. Der Künstler wird unterstützt vom Netzwerk Grand Luxe 2019/20 und ist Mitglied des Tanztendenz München e. V


November Fr, 22. − So, 24.

Stephan Herwig - Rhythm & Silence (UA)

© Franz Kimmel

R H Y T H M U S _______

R _H _ Y _____ T _ H _ M _ U _S _ Z. B.

A____ R _____ Y _ T _ H _ M

I _ N___S_ I_ L_ E_N _ C_ E

____________________S _ I_ L____________ N_ C_ E

Zeit: 22. − 24. November 2019 / 20:30

Ort: schwere reiter, Dachauer Straße 114, 80636 München

Karten: Preise 17,- EUR / 10,- erm. EUR, Reservierung: www.schwerereiter.de

 

Choreografie: Stephan Herwig
Tanz: Gaetano Badalamenti, Katrina E. Bastian, Anna Fontanet, Maxwell McCarthy
Künstlerische Mitarbeit: Karen Piewig
Lichtgestaltung: Michael Kunitsch

Klangkomposition: Martine-Nicole Rojina
Produktionsleitung: Angelika Endres
Pressearbeit: Beate Zeller

 

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München und des BLZT, Bayerischer Landesverband für Zeitgenössischen Tanz aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Stephan Herwig ist Mitglied des Tanztendenz München e.V.


4. – 8. März 2020 München

SAVE THE DATE: TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND

Die TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND versteht sich seit 1994 als Forum zur Präsentation aktueller Entwicklungen und innovativer Strömungen im zeitgenössischen Tanz aus Deutschland. Sie wurde von Nele Hertling, Dieter Buroch und Walter Heun ins Leben gerufen und war anfangs als Vorauswahl für den renommierten Choreografiewettbewerb “Les Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis” gedacht.

 

Sie richtet sich an Gäste aus dem In- und Ausland, an Kulturveranstalter, die Fachpresse und ein interessiertes Publikum und präsentiert innerhalb von wenigen Tagen ein breites Spektrum an Tanzproduktionen. Sie ist ein Ort des Austauschs und eine lebendige Kontaktbörse für Tanz- und Kulturschaffende. Sie findet biennal in wechselnden deutschen Städten statt und wird von der Gemeinschaft der Veranstalter getragen, die sie in den vergangenen Jahren realisiert haben.

Die Ausgabe 2020 richtet JOINT ADVENTURES in München aus.

 

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SAVE THE DATE 26. - 30. August 2020

internationale tanzmesse nrw

Die internationale tanzmesse nrw beherbergt das größte internationale, professionelle Branchentreffen, das sich ausschließlich dem zeitgenössischen Tanz widmet und alle zwei Jahre in Düsseldorf stattfindet. Die Veranstaltung bietet Künstler*innen aus über 50 Ländern die Gelegenheit, sich und ihre Arbeiten einem professionellen Publikum von rund 2.000 Besucher*innen vorzustellen.

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