Hilfreiche Hinweise & Tipps


Steuer & Recht

Auf ihrer Website bietet die Rechtsanwältin Sonja Laaser kompakte Informationen zu unter anderem Vertrags- und Arbeitsrecht, wie Ausfallhonorar bei Absage der Vorstellung, Vereinbarung über Gastspielverträge, Hospitanz und Mindestlohn, Minijobs, Checkliste zur Ausländersteuer. Ab 2020 wird übrigens die Kleinunternehmerregelung von 17.500 auf 22.000 Euro des Vorjahresumsatz angehoben und gilt damit rückwirkend für das Jahr 2019. "Theaterrecht" heißt das Handbuch für Theatermacher von Christoph Nix, das 2019 bei Theater der Zeit erschienen ist.

Der Landesverband Freie Theater in Niedersachsen informiert in seiner Fibel für Freies Theater auf Deutsch, Englisch und Arabisch zu unterschiedlichen Themen wie Rechtliche Grundlagen, Kommunikation, Kosten- und Finanzierungsplan und Mustervertrag und das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat liefert Steuertipps für Künstlerinnen und Künstler. touring artists liefert Informationen zu aktuellen Gesetzesänderungen.

 

Fällt für Vertragsstrafen, Schadenersatzansprüche oder Ausfallhonorare Künstlersozialabgabe an?

Künstlersozialabgabe ist nur zu zahlen, wenn eine künstlerische oder publizistische Leistung tatsächlich erbracht wurde. Wird eine Leistung nicht erbracht, fällt keine Künstlersozialabgabe an. Deshalb gehören Schadenersatzansprüche und Vertragsstrafen nicht zum meldepflichtigen Entgelt. Werden Ausfallhonorare gezahlt, obwohl eine Leistung nicht erbracht wurde, sind sie wie Vertragsstrafen zu behandeln und daher nicht meldepflichtig. Ausfallhonorare für bereits erbrachte Leistungen, die nur nicht verwertet bzw. genutzt werden, müssen der KSK dagegen gemeldet


Musterverträge

touring artists bietet kommentierte Musterverträge für den Bereich Bildende Kunst sowie in Kürze auch für den Bereich Darstellende Kunst an. Die Verträge enthalten Hinweise, die insbesondere für den Vertragsabschluss zwischen Partner*innen aus unterschiedlichen Ländern relevant sind. Auch Muster zu Gastspiel-, Residenz- und Koproduktionsverträgen sind online.


PADLET – einfache digitale Plattform

 

Viele Künstler*innen und Kreative haben während der Corona-Krise PADLET als gutes kollaboratives Werkzeug entdeckt, um online gemeinsam an Dokumenten, Pinnwänden und Webseiten zu arbeiten.

 


Digitale Tanzvermittlung und Online-Tanzideen für zuhause

Die LAG Tanz hat unter Digitale Tanzvermittlung Unterstützungsangebote, eine Sammlung mit Projektideen, die "auf Abstand" realisierbar sind sowie eine Linksammlung für Tools, Apps und Web-Angebote zusammengestellt. Ziel ist, Tanzvermittler*innen und Einrichtungen in der Umsetzung von digitalen oder Online-Tanzprojekten zu unterstützen, die mit kreativen Aufgabenstellungen weiterhin auf Dialog, Partizipation, Inklusion und Förderung der Selbstwirksamkeit abzielen.

 

Das Netzwerk art bewegt e.V. von freien Tanz- und Kulturschaffenden in Aachen bietet digitale Formate an. Hier sind Webinare u. a. zu "Know-How fü rdigitalen Tanzunterricht" oder "Digitaler Tanzangebote für die Altergruppe 6-12 Jahre" für einen kleinen finanziellen Beitrag zu finden. Auch trifft sich das Ensemble Jutac derzeit zu interaktiven Proben über ein Videochat-Portal und arbeiten gemeinsam am Tanzfilm "Wonderlands".

 

Das Padlet des Berliner Netzwerks TanzZeit e.V. bietet vielfältige Anregungen, wie Kinder zuhause selbst tanzen oder auch Tanzstücke für junges Publikum schauen können. Die digitale Pinnwand ist gespickt mit kleinen Tanzaufgaben, Videoclips, Spielen und Rätseln, die Kinder eigenständig oder mit Anleitung der Eltern ansehen und ausführen können.

Auch Tanzkomplizen hat Videos aus ihrem Spielplan mit Tanzstücken für junges Publikum sowie Vermittlungsideen und Bewegungsaufgaben für Eltern und Kinder online zur Verfügung gestellt.


Gleichstellung von Frauen in den Performing Arts - Forderungskatalog

Der Forderungskatalog zur Gleichstellung von Frauen in den Performing Arts spiegelt die Arbeitsergebnisse des Runden Tisches am 23.11.2019 in Köln. Der Einladung des Frauenkulturbüro NRW folgten Vertreter*innen von Institutionen, Netzwerken und Aktionsbündnissen mit dem Ziel, eine gemeinsame Erklärung zum Thema Geschlechtergerechtigkeit im den Performing Arts auf den Weg zu bringen. Der Forderungskatalog wurde der Kulturpolitik zugeschickt. Nun gilt es, diese nach dem Ende des Shut Down in die Gremien einzubringen. Dem Forderungskatalog vorangegangen war im November 2018 das zweitägige Symposium "Wonderlands - Führungspositionen in den Performing Arts" im Central des Düsseldorfer Schauspielhaus.


Neue Homepage Kulturreferat Technik

Unter www.kulturreferat-technik.de, können Geförderte künftig alle Anfragen für Technikunterstützung durch die Abteilung des Kulturreferats stellen.


Verhaltenskodex des Dachverbandes Tanz Deutschland (DTD) zur Prävention von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen

Der Verhaltenskodex spiegelt das ethische Selbstverständnis der Mitglieder des DTD. Sie betrachten es als ihre Aufgabe, sich für ein Arbeitsumfeld einzusetzen, in dem alle Menschen frei von Diskriminierung, Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen tätig sein können und wechselseitig Respekt und Wertschätzung erfahren. Die ausführliche Darstellung des Verhaltenskodex ist hier zugänglich und für alle Mitglieder des Dachverbandes Tanz verpflichtend. Das nrw landesbuero tanz unterstützt als Mitglied des DTD den Verhaltenskodex und möchte initiieren, diesen im gesamten Arbeitsfeld und unter allen Akteur*innen des Tanzes zu etablieren.


Whistle While You Work

Die Plattform fördert u.a. Beratung, Gespräche und praktische Workshops zu Belästigung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Randgruppen, vor allem im Bereich professioneller Tanz. Mehr Informationen hier!


Leitfaden für nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich

Die Kulturstiftung des Bundes hat einen neuen „Kompass für ökologisch nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich“ entwickelt. Er hilft ganz praktisch bei der Umsetzung von Projekten und will darüber hinaus Impulse für eine umweltgerechte Transformation von Organisationen vermitteln.
 Der Leitfaden gibt Informationen zu Themen wie Mobilität, Beschaffung und Vergabe oder Kommunikation und stellt die wichtigsten Links zusammen.

Mehr Informationen hier!

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Gästezimmer für Künstler*innen streitfeld

Das Gästezimmer wird vom Kulturreferat der LH München für Künstler*innen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Bewerbungsfristen:

bis 31.05. für eine Nutzung im Zeitraum Juli-Dezember

 

bis 30.11. für eine Nutzung im Zeitraum Januar-Juni

Mehr Informationen hier


Folgen des Brexit für die Tanzszene

touring artists versammelt auf seiner Website detaillierte Informationen, u. a. zu Aufenthaltsrecht, Zoll und Visa, die sich mit den möglichen Folgen des Brexit für Künstler*innen befassen, und verweist auf entsprechende Anlaufstellen und Infoportale, die in diesem Zusammenhang weiterhelfen können. Die Staatsministerin für Kultur und Medien klärt ebenfalls über die Folgen des Brexit für die deutsche Kulturszene auf. Der Deutsche Kulturrat präsentiert alle bisherigen themenrelevanten Beiträge in seinen Publikationen und das Goethe Institut skizziert in Kultur in Zeiten der Unsicherheit den Wert von Kulturbeziehungen in Gesellschaften im Umbruch.


Anhebung der Kleinunternehmerregelung

Ab 2020 wird übrigens die Kleinunternehmerregelung von 17.500 auf 22.000 EUR des Vorjahresumsatz angehoben und gilt damit rückwirkend für das Jahr 2019. Mit der Erhöhung können zukünftig mehr Unternehmen von der Kleinunternehmerregelung und somit von der Befreiung der Umsatzsteuer profitieren.


Initiative InfoPlus

Mit der Initiative InfoPlus unterstützt der Dachverband Tanz Deutschland (DTD) seit 2012 den Austausch zwischen freischaffenden Produzent*innen und Produktionsbüros sowie zwischen lokalen Netzwerken und Tanzbüros. Bei den etwa zwei bis drei Mal im Jahr stattfindenden InfoPlus-Treffen geht es  um den Austausch von Wissen und Erfahrungen, um das Entwickeln gemeinsamer (Förder-)Konzepte und Positionspapiere sowie um das informelle Netzwerken zwischen Kolleg*innen.

Die InfoPlus-Treffen sind für alle interessierte Produzent*innen, Manager*innen, Produktionsleiter*innen aus den Darstellenden Künsten offen!


Dancersconnect

Dancersconnect versteht sich als Interessenvertretung der Tänzer*innen in deutschen Ballett- und Tanzensembles, um ihre Rechte im Dialog mit Partnern der Branche zu stärken und sich u. a. durch jährliche Netzwerkkonferenzen für die Tanzkunst an deutschen Bühnen einzusetzen.


Neue Beschwerdestelle zu sexueller Belästigung

Die neu geschaffene Vertrauensstelle Themis berät Betroffene von sexueller Belästigung und setzt sich für Prävention und Aufklärung in den Branchen Film, Fernsehen, Theater und Orchester ein.

Der Deutsche Bühnenverein hat einen wertebasierten Verhaltenskodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch entwickelt.


Honoraruntergrenzen-Empfehlung

Der Landesverband freie darstellende Künste Berlin empfiehlt in seiner Honoraruntergrenzen-Empfehlung 2.490 Euro/Monat mit bzw. 2.875 Euro/Monat ohne Mitgliedschaft und für Vorstellungen 250 Euro bzw. 280 Euro. Zudem sollten die Untergrenzen als Nettohonorare berechnen werden. Der Landesverband der Freien Theater in Sachsen liefert zusätzlich eine Berechnungshilfe (von 2017). Kultur Management Network widmet eine ganze Magazinausgabe dem Honorar.


Der Start in die freiberuflichkeit

Bevor man sich dazu entscheidet als freie*r Künstler*in zu arbeiten, sollte man sich bestenfalls über Rechts- und Versicherungsfragen informieren. Verschiedene Broschüren geben Antworten zu u. a. Existenzgründung, Freiberuflichkeit, Künstlersozialkasse und zu den drängensten Fragen.


Ratgeber für selbständige Eltern

Rüdiger Lühr: Wenn Selbstständige Kinder kriegen – selbststaendigen.info-Ratgeber zu Mutterschafts-, Elterngeld und weiteren Leistungen PDF-Datei, 28 Seiten, 26. Auflage, Januar 2020, 17,85 €

 

Mehr Informationen hier!

 


Scheinselbstständigkeit

 

 

 

Einen Überblick über die Unterscheidung zwischen selbstständiger und nichtselbstständiger Tätigkeit geben touring artists, Performing Arts Programm Berlin und die Rentenversicherung.


Kulturelle Bildung

Performing Arts Programm Berlin hat ein anschauliches Handbuch herausgebracht: Zwischen Publikum und Bühne. Vermittlungsformate für die freien darstellenden Künste und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung informiert im Themenheft Wirksamkeit über Mitwirkung - Bündnisse und Projekte partizipativ und nachhaltig gestaltenTanzbüro Berlin stellt von Künstler*innen entwickelte Formate der Tanzvermittlung vor.

Der Deutsche Kulturrat hat ein Positionspapier zur kulturellen Erwachsenenbildung sowie eine Stellungnahme zur Stärkung der Darstellende Künste für junges Publikum veröffentlicht.


Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten

Zusammen mit On the move hat Julie’s Bicycle Grüne Mobilität. Ein Leitfaden zur ökologisch nachhaltigen Mobilität für die Darstellenden Künste veröffentlicht, im Green Dance Fact Sheet geben sie praxisnahe Tipps zur Nachhaltigkeit im Tanz und der Touring Guide ist ein Leitfaden im Zusammenhang mit Tourneen von Produktionen. touring artists liefert weitere Handbücher zum Thema Mobilität und Nachhaltigkeit, das Umweltbundesamt hat einen eigenen Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen herausgebracht und die neuseeländische Website von Zero Waste Events führt die User*innen in verschiedenen Schritten zur nachhaltigen Planung eines Events.