Stephanie Felber - (In)Security


Mit (In)Security kreiert die Choreografin Stephanie Felber zusammen mit ihrem Team ein interaktives Situationsfeld, das dem individuellen und kollektiven Grundbedürfnis nach Sicherheit nachgeht. Hat sich doch Sicherheit zu einem der zentralen, wenn nicht dem zentralen Wertebegriff unserer heutigen Gesellschaft entwickelt. Vom Fahrradhelm bis zum SUV, von der Ausweitung polizeilicher Befugnisse bis hin zu CCTV reicht dabei die Spannweite dessen, was zur Abwehr von privaten und öffentlichen Gefahren ins Feld geführt wird.

(In)Security legt dabei den Fokus auf Aspekte des Alltags und deren Wahrnehmung durch die Besucher*innen. Räume, Situationen, Gesten werden erschaffen, die Behagens oder Unbehagen hervorrufen, ja beständig zwischen diesen Polen oszillieren. So entsteht ein dubioser Zwischenraum, bevölkert von Akteur*innen, deren Vertrauenswürdigkeit jederzeit fraglich bleibt. In überraschenden Konfrontationen fordern sie klare Entscheidungen vom Publikum, dessen Verhaltensweise wiederrum Auswirkungen auf das Geschehen hat und den Besucher vom Rezipienten zum Mitspieler werden lässt, der in einen aktiven Dialog mit der Inszenierung tritt.

(In)Security wird so zu einem Spiel- und Arbeitsraum, der Zuschauer*innen und Performer*innen gleichermaßen zu Wahrnehmenden und Erkundenden werden lässt.

Choreografisch arbeitet Stephanie Felber mit sehr detailliertes Positionierungen in der Haltung der Performer*innen; mit Gesten des Behütens, des Bedrohens, des Bewachens, mit Bewegungsrhythmen, Blicken und Gesten, die einladen, auf Distanz halten, Aggression, Ohnmacht oder Angst ausdrücken. Wesentlicher Aspekt des Stücks ist das Agieren und Reagieren – untereinander, mit dem Raum, mit dem Publikum. Felbers Arbeiten zeichnen sich dabei durch eine Kompositionsprinzip aus, das den Zuschauerkörper in die Struktur der Inszenierung „einsetzt“; hier wird er zu einem Element, das frei agiert und dennoch fixer Teil der Partitur ist. .

In ihrer letzten Arbeit „vague de corps“ hat sich Stephanie Felber mit Macht- und Entmachtungsformen befasst und diese in Form einer partizipativen und performativen Versammlung von Körpern angelegt, in (In)Security nimmt die Choreografin wieder ein gesellschaftliches brisantes Thema in Angriff und geht noch einen Schritt weiter: Sie bezieht das Publikum nicht nur in die Handlung mit ein, sondern seine Aktionen bestimmen den weiteren Verlauf.

Künstlerische Leitung: Stephanie Felber
Performer*innen/Zusammenarbeit:  Sunday Israel Akpan, Susanne Grau, Nikos Konstantakis, Ludger Lamers, Elsa Mourlam
Technical Operator: Jochen Feitsch / MIREVI-Lab Hochschule Düsseldorf
Sounddesign: Christoph Reiserer
Setdesign/Kostüm: Guida Miranda
Lichtdesign: Diana Dorn
Produktionsmanagement: Veronika Heinrich / Tanzbüro München
PR/Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz

 

Premiere am 11. Oktober 2019!


Datum: Fr. 11. / Sa. 12. / So. 13. Oktober 2019

Zeit:  Freitag & Sonntag um 20.30 Uhr, Samstag um 18:30 Uhr
Ort: schwere reiter, Dachauer Straße 114, 80636 München

Karten: 17,- EUR / 10,- erm. EUR // Reservierung: stephanie-felber.de

 

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Bayerischen Landesverband für Zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. // Partner: ZU-UK/GAS Station London, MIREVI-Lab Hochschule Düsseldorf // Stephanie Felber ist Gast des Tanztendenz München e.V.






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Pressekontakt :
Simone Lutz PR
Blutenburgstr. 82/RGB
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Tel.: 089. 20 20 80 31
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E-Mail: simonelutz.pr@gmx.de