Veranstaltungen
27. Nov. 2025
RUPTURES | Fabiola Kuonen/N:est
Ruptures, das französische Wort für „Disruptionen“, ist eine Konfrontation und eine poetische Suche nach neuen Verbindungen zwischen Theater, Tanz und Musik.
Etwas ist zu Bruch gegangen. Wir brechen das Schweigen. Gebrochen sind nicht wir, gebrochen ist das Versprechen. Wer kann Nein sagen – und was hindert uns daran? Welche Selbstermächtigung liegt in der Verweigerung, gerade für Frauen*? Ruptures öffnet den Spalt, durch den sich Stille in Bewegung verwandelt. Ein Nein wird zum Chor, ein Bruch zur Schwelle, ein Riss zur Einladung. Nähe wächst aus der Vereinzelung und Schweigen wandelt sich in ein vielstimmiges Echo: Lasst uns im Nein zusammenfinden!
Eine Musikerin, eine Tänzerin und eine Schauspielerin beschwören rebellische, zarte und kippende Geister aus der Vergangenheit und Zukunft, die Handlungsmöglichkeiten zwischen passiver Verweigerung und aktivem Zur-Wehr-Setzen eröffnen. Ausgehend von Erfahrungen, in denen ein Nein nicht möglich schien, begibt sich die Deutsch-Schweizer-Kroatische Gruppe auf die Suche nach einem solidarischen, empowernden Gegenentwurf zum ohnmächtigen Gefühl des Alleinseins.
27., 28. & 29. November | 20:00 Uhr | HochX
28. Nov. 2025
Kaleidoskopiert | Anna Konjetzky
Ein Medley, ein Remix aus Anna Konjetzkys Choreografien der vergangenen 20 Jahre. Mit sechs Tänzer*innen wird alt in neu gemixt, vergangene Bewegungen getragen wie High Fashion. Fragmente und Klänge gesammelt und ins Jetzt verwandelt. Ein Archiv, ein Parkour, ein Fest!
28. & 29. November | 20:00 Uhr | schwere reiter
29. Nov. 2025
RADICAL EMBRACE | Rosalie Wanka/Maayan Liebman-Sharon
In einer zweiwöchigen Residenz in der Tanztendenz erarbeiten die israelische Choreografin Maayan Liebman Sharon in Kooperation mit den Münchner Choreograf*innen Rosalie Wanka und Aron Nowak ein Duett zum Thema Umarmung(en), das in einem abschließenden Showing gezeigt wird.
„Wir möchten die physische Geste der Umarmung als Metapher für unsere Re/Aktion auf eine gegebene Situation verwenden: Akzeptieren wir sie? Nehmen wir sie an? Lehnen wir sie ab? Verleugnen wir sie? Geben wir uns hin? Wehren wir sie ab? Wie wählen wir einen Weg?“
30. November | 17:00 Uhr | Tanztendenz
4. Dez. 2025
Corpus Duplicis | Stephanie Felber & Team
Was geschieht, wenn uns unser eigenes Bild gegenübertritt – vertraut und doch fremd?
In Corpus Duplicis begegnet der Performer Ludger Lamers seinem doppelten Selbst: live auf der Bühne, projiziert, verzerrt und vervielfältigt. Körper und Bild geraten in ein Spiel zwischen Nähe und Distanz, Kontrolle und Kontrollverlust, Realität und Spiegelung.
Das Motiv des Doppelgängers begleitet uns seit Jahrhunderten: als „Ka“ im Alten Ägypten, als romantischer Schattenzwilling, als Spiegelgestalt der Literatur. Heute jedoch tritt es uns alltäglich entgegen – in Selfies, Profilbildern, Filtern oder KI-generierten Abbildern.
Die Performance verbindet Tanz und Live-Video-Technologie zu einer Inszenierung, in der der Körper selbst zur Projektionsfläche wird. Jede Bewegung erzeugt ein zweites Bild, das vertraut wirkt und doch verschoben ist. So entsteht ein Raum, in dem sich die Grenzen des Ichs verschieben. Wann kippt Wiedererkennen ins Unheimliche? Und was passiert, wenn die Kopie beginnt, ein Eigenleben zu führen?
Corpus Duplicis lädt das Publikum ein, sich diesem Dialog mit dem eigenen Spiegelbild zu stellen – dort, wo uns das Ich als andere Gestalt zurückblickt.
4. Dezember 20:00 Uhr | HochX
6. Dezember 20:30 Uhr | Hoch X
7. Dezember 18:00 Uhr | HochX
5. Dez. 2025
Tender Riot | Daniel Conant & Team
Daniel Conant und Team verbringen Ende November eine Recherche-Residenz für ihre Produktion "Tender Riot" in der Tanztendenz. "Tender Riot" ist das zweite Kapitel einer Reihe, die mit "BEAUTIFUL" begann (Uraufführung beim Festival Dias da Dança 2025, Porto).
In „Tender Riot“ werden Hierarchien zwischen Performer*innen und Macher*innen aufgelöst und die unsichtbare Arbeit von Licht, Klang, Kostüm und Szenografie wird zu aktiven Kräften auf der Bühne. Themen wie Instabilität, Zusammenarbeit und Widerstandsfähigkeit prägen eine Performance, die die Grenzen zwischen Kreation und Ergebnis, Protest und Fürsorge verschwimmen lässt.
5. Dezember 18:00 Uhr | Tanztendenz
5. Dez. 2025
Alter_na_rra_tive Körper | MovingSpAces
Alter_na_rra_tive Körper von MovingSpAces (Stephanie Felber & Andrea Marton) untersucht, wie gesellschaftliche Normen und Zuschreibungen unser Bild vom Körper prägen. Ausgangspunkt ist der Dialog einer vielfältigen Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, mit diversen kulturellen Hintergründen, Körperlichkeiten und sexuellen Orientierungen. Gemeinsam hinterfragen sie Schönheitsideale, Machtverhältnisse und das Zusammenspiel von Sichtbarkeit und Auslassung im öffentlichen Raum.
Durch das Zusammenspiel von Tanz und digitalen Projektionen entsteht ein Raum, in dem Körper nicht als festgelegte Einheit erscheinen, sondern in ihrer Vielschichtigkeit sichtbar werden – als fragile, widerständige, verletzliche, kraftvolle und wandelbare Erscheinungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf weiblich gelesenen Körpern.
Das Projekt lädt dazu ein, Wahrnehmungen und Blicke zu hinterfragen: Welche Bilder von Körpern sind präsent? Welche Erfahrungen und Existenzen geraten an den Rand? Welche Körper fehlen in unserer Vorstellung von Normalität – und was bedeutet es, wenn bestimmte Geschichten ungehört bleiben?
Alter_na_rra_tive Körper schafft ein künstlerisches Feld, in dem persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Diskurse aufeinandertreffen. Es geht um ein kollektives Aushandeln von Vielfalt, Sichtbarkeit und Selbstwahrnehmung – und um die Frage, welche alternativen Narrative von Körpern entstehen können, wenn wir gewohnte Bilder irritieren und neue Perspektiven zulassen.
5. Dezember 20:00 Uhr | HochX
6. Dezember 18:00 Uhr | HochX
7. Dezember 11:00 Uhr | HochX
19. Dez. 2025
2xGETANZT 2025 / Blue-Bach | arcis_collective / Roberta Pisu
„Music that moves“- Das ist das Motto des arcis_collective, das Kammermusik und zeitgenössischen Tanz verbindet. 2xGETANZT ist das jährliche Format des arcis_collective: zwei Choreograf*innen, eine Originalkomposition und zwei eigenständige Interpretationen, die in nur fünf Tagen gemeinsam mit dem Arcis Saxophon Quartett entstehen.
19. Dezember 18:30 Uhr | Tanztendenz
19. Dez. 2025
Splitter+stream / rhetorics of flesh | Micha Purucker
[…] Es ist ein Solo über Gefühlswelten, jedoch mit einem lyrischen Impetus, der alles Seichte oder Anbiedernde gekonnt umschifft. Codiert und verspielt übernimmt Michal Heriban diese Vorlage und füllt sie ausdrucksstark, ohne je wirklich eindeutig zu werden. Das Spiel um die Innerlichkeit gelingt. So sehr, dass man es eigentlich bei dieser delikaten, gewissermaßen neuen Romantik belassen könnte. Doch: Purucker choreografiert eben nicht nur. Er erschafft Räume. […]
Rita Argauer / Münchner Feuilleton, Februar 2022
Ein kleines, intimes Format:
Auf beschränktem Raum entfaltet sich die Dynamik widersprüchlicher innerer Welten. Alle Dynamik bricht sich in, an, um den Körper, der Raum bleibt ruhig – Elemente zur Kontextualisierung verorten den Tänzer situativ, provisorisch in einem speziellen Moment der Zeit, der Erinnerung an Filme, Bilder, Situationen…
2025 feiern Micha Purucker und Michal Heriban ihr 10-jähriges Jubiläum der Zusammenarbeit.
19. & 20. Dezember 20:00 Uhr | schwere reiter Studio
21. Dezember 17:00 Uhr | schwere reiter Studio
21. Dez. 2025
FRAGMENTANGO | Rosalie Wanka
In Kooperation mit Rodrigo Pardo und Ana Topalovic
Fragmentango ist eine musikalische und choreografische Erkundung der verschiedenen Formen des Tangos, die sich durch ikonische Werke von Piazzolla und Gardel zieht, aber auch durch experimentelle Kompositionen, die versuchen, das Wesen des Tangos einzufangen und ihn in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen.
Ausgehend vom Leitmotiv der Fragmentierung eröffnet sich ein weites Feld für Experimente auf vielen Ebenen: vom musikalischen und choreografischen Material bis hin zu interkulturellen Aspekten und den verschiedenen Komponenten des Tangos - wie Poesie, Lebensstil, historische Mythologie und sein mediales/populäres Image.
Wir suchen einen Kontrast zwischen dem traditionellen kulturellen Reichtum und einer offenen Herangehensweise, die ihre eigenen Regeln aufstellt: Regeln, die für dieses Stück spezifisch sind und von den einzigartigen technischen und kreativen Hintergründen der drei Mitwirkenden geprägt werden.
Ana nutzt die klangliche Vielseitigkeit des elektrischen Cellos und seine breite Palette von Texturen, um in Echtzeit mit den Tänzern zu interagieren und einen sich entwickelnden musikalischen Dialog zu schaffen.
Ihre Kompositionen reichen von minimalistischen Neuinterpretationen, die die Wurzeln des Tangos wahren, bis hin zu experimentellen und futuristischen Klangwelten, die die Grenzen des Genres erweitern.
21. Dezember 19:00 | Einstein Kultur












