mit Caspar Weimann
Rechte Netzwerke nutzen soziale Medien und Algorithmen als effiziente Werkzeuge, um rassistische, antifeministische, LGBTQIA+-feindliche Ressentiments zu schüren und den gesamtgesellschaftlichen Diskurs Schritt für Schritt nach rechts zu verschieben. Mithilfe von Social Media konnten sie die AfD als mächtigen parlamentarischen Arm und als festen Bestandteil unseres Parteiensystems installieren und damit seit vielen Jahren die Kampfrhetorik in konkrete Politik umsetzen, die mittlerweile sogar von Parteien der sog. politischen Mitte aufgegriffen und umgesetzt wird. Währenddessen treiben Maskulinisten Jungs und junge Männer immer tiefer in Einsamkeits-, Gewalt- und Blockadeideologien und rekrutieren so auf den sozialen Plattformen den rechten politischen Nachwuchs. Im Workshop blicken wir aus einer künstlerischen Perspektive auf Social Media als gesellschaftliche Bühnen, die einerseits der perfekte Nährboden für verkürzende, emotionalisierende Inhalte und damit zur gezielten Radikalisierung sind, andererseits aber zu den wenigen Räume gehören, in denen man sich diesen Dynamiken breitenwirksam und zielgruppenspezifisch entgegenstellen kann (und muss). Dafür stelle ich konkrete und zugängliche interventionistische Ansätze vor, die Radikalisierungsdynamiken aktiv durchbrechen können, die übersetzbar sind für die eigene künstlerische Praxis im Kontext einer digitalisierten Wirklichkeit und die uns als Kunstschaffende die Möglichkeit geben, Erzählungen eines empathischen und solidarischen Miteinanders zielgruppenspezifisch zu platzieren.
Caspar Weimann ist Honorarprofessor:in und Mentor:in für Schauspiel an der ADK Baden-Württemberg, initiierende Kraft des Internettheaters onlinetheater.live, der App „Loulu“ und zahlreicher intermedialen Projekte.
27. März 2026 | 10:00 bis 15:00 Uhr
Labor Ateliers | Dachauer Str. 112d, 80797 München
In deutscher Lautsprache.
Hier geht es zur Anmeldung.



